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Schulentwicklungsprogramm
4. Konzepte
4.1 Medienkonzept
Inhalte und Stoffverteilung 5. und 6. Klasse ist noch in Arbeit.
| 7. Klasse |
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| KlassenlehrerIn |
Grundlagen in Windows |
| Deutsch |
- Textverarbeitung (Word)
- Briefe schreiben
- Briefkopf gestalten
- Einladungen schreiben und gestalten
- mit Grafik einfügen
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| 8. Klasse |
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| Arbeitslehre |
- Internet-Grundlagenkenntnisse (CD Internet-Führerschein)
- Umgang mit Suchmaschinen
- Berufserkundung mit Informationen aus dem Internet
auch im Zusammenhang mit Mach's richtig
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| Englisch |
E-Mail schreiben und versenden
mit Kontakt-Aufnahme zu ausländischen Schulen
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| 9. Klasse |
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| Deutsch |
- Textverarbeitung (Vertiefung und Festigung)
- Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
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| Mathematik |
- Tabellenkalkulation (Excel)
- Kontoführung
- Statistiken
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| Hauswirtschaft |
- Anwendung der Tabellenkalkulation
- Haushalts-Etat
- Buchführung
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| Kunst |
- Anwendung verschiedener Mal- und Gestaltungsprogramme
- Freies Gestalten (Paintbrush)
- Gestalten von Postern, Einladungen etc. (Printshop)
- Bild- und Fotobearbeitung (Ulead Photo Express)
- Nutzung des Internets
- Suchen entsprechender Seiten zum Thema Kunst
und Kunstunterricht
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| 10. Klasse |
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Anwenden sämtlicher bisher erworbener Kenntnisse
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Fächer- und
klassenübergreifend |
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- Durchführung verschiedener Projekte
- Schülerzeitung / Abschlusszeitung schreiben und gestalten
- Homepage erstellen
- Fotomontagen
- Umfragen auswerten mit Tabellen und Grafiken
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4.2 AW-Konzept
Innerschulische Maßnahmen
AW-Unterricht
Der Unterricht ist vor allem praxisorientiert. Besondere Schwerpunkte sind die Praktika in Klasse 8 (2 Wochen) und Klasse 9 (3 Wochen), sowie die Vor- und Nachbereitung des jeweiligen Praktikums. Durch geeignete Beispiele, die Bemühung um einen Praktikumsbetrieb und eigene Erfahrungen der Schüler aus dem Praktikum können Themenbereiche wie "Der regionale Wirtschaftsraum", "Entscheiden für einen Startberuf" und "Wirtschaftliches und soziales Handeln im Betrieb" besonders praxisnah erarbeitet werden.
Börsenspiel in der 10. Klasse
Die 10. Klassen nehmen über mehrere Wochen am Börsenspiel der Sparkasse Schaumburg teil.
In Zusammenarbeit mit der Sparkasse wird dazu eine Einführungsveranstaltung zu den Spielregeln des Börsenspiels durchgeführt. Zwei Wochen vor Beginn der Börsensimulation wird das Thema "Börse" im AW- Unterricht thematisiert. Etwa das erste Drittel der Spielzeit wird durch Informationen im Unterricht zu den Schlagworten "Aktie", "Börse", "Preisbildung" und "Wirtschaftskreislauf" begleitet.
Jede Börsenspielgruppe liefert nach Beendigung des Spiels ein Gruppenreferat zu einem Wahlthema und eine Reflexion zum selbst erlebten Spielverlauf.
Informationselternabend in Klasse 9 und 10
Zu Beginn jedes Schuljahres findet ein Informationsabend für Eltern und Schüler der 9. und 10. Klasse statt. Dort informieren die Sozialpädagogin und die Beratungslehrerin über die Voraussetzungen, die für die verschiedenen Abschlüsse notwendig sind und berichten über das Angebot an den weiterführenden Berufsschulen.
Begleitung von Berufswahlprozessen
Praxistag
Seit Anfang des Schuljahrs 2005/06 erhalten die Schüler der 8. Klassen an einem Tag der Woche fachpraktischen Unterricht in der BBS Rinteln. Hierbei werden von den Schülern Berufsfelder aus dem technischen und hauswirtschaftlichen Bereich durchlaufen, um geschlechtsspezifischem Berufswahlverhalten entgegenzuwirken und den Zugang von Frauen in die so genannten Männerberufe zu fördern.
Die Schüler werden in den Berufsfeldern Hauswirtschaft, Körperpflege, Metalltechnik, Holztechnik und Wirtschaft unterrichtet. Sie fertigen Werkstücke an oder verrichten berufstypische Tätigkeiten in den jeweiligen Berufsfeldern. Betreut werden die Schüler am Praxistag von den Ausbildern der Berufsschule und von ihren AW- Lehrern.
Betriebspraktikum in der 8. Klasse
Jeder Schüler nimmt in der 8. Klasse an einem Betriebspraktikum von zwei Wochen Dauer teil.
Ziel des Praktikums ist eine Hinführung zur Wirtschafts- und Arbeitswelt. Dadurch sollen Erfahrungen vor Ort gesammelt werden, die eine Hilfe für die spätere Berufswahl darstellen. Darüber hinaus dient dieses Praktikum der Überprüfung, Ergänzung und Vertiefung der im Unterricht und bei Betriebserkundungen erworbenen Kenntnisse und Einsichten. Durch Beobachten und Erleben, durch eigene Mitarbeit sowie durch Aufnahme dargebotener Informationen soll der Schüler erfahren, was es heißt, beruflich tätig zu sein. Gleichzeitig soll er versuchen, bestimmte Anforderungen einzelner Berufe am Arbeitsplatz kennen zu lernen und nach Möglichkeit seine Vorstellungen und Voraussetzungen für die eigene Berufswahl zu überprüfen.
Die Fachlehrkräfte der betroffenen Praktikumsklassen legen bis vier Wochen vor Praktikumsbeginn einvernehmlich die inhaltlichen Anforderungen an die Schüler-Praktikumsmappen fest. Sie kontrollieren und bewerten die Mappen nach Beendigung des Praktikums.
Dem Praktikumsbetrieb wird bei einem der ersten Besuche durch die Fachlehrkraft der maßgebliche Bewertungsbogen erläutert. Über den Erfolg des Praktikums wird mit dem Betrieb außerdem ein abschließendes Gespräch geführt.
Betriebspraktikum in der 9. Klasse
Jeder Schüler nimmt in der 9. Klasse an einem Betriebspraktikum von drei Wochen Dauer teil.
Dieses Praktikum unterscheidet sich in seiner Zielsetzung von dem in Klasse 9 dahingehend, dass nun stärker die persönliche Berufswahl in den Vordergrund gestellt wird. Die drei Wochen Betriebspraktikum ermöglichen durch die verlängerte Dauer einen intensiveren Einblick in das Berufsfeld. Das Praktikum kann in Einzelfällen den Charakter eines Probearbeitens in einem Betrieb, der im Idealfall an der Einstellung eines Auszubildenden interessiert ist, bekommen.
Für dieses Praktikum legen die Schüler ebenfalls eine Praktikumsmappe nach den bekannten Richtlinien an und erhalten eine Bewertung durch den Praktikumsbetrieb. Über den Erfolg des Praktikums wird mit dem Betrieb ein abschließendes Gespräch geführt.
Zukunftsaktionstag (früher Girl's day)
Inhaltlich ist für den Tag vorgesehen, dass Mädchen und Jungen Angebote von Unternehmen wahrnehmen oder Mitglieder ihrer Familie oder ihres Bekanntenkreises an deren Arbeitsplatz begleiten können. Diese Betriebserkundungen sollten der Zielsetzung des Zukunftstages ( Jungen sollen Frauenberufe und Mädchen sollen Männerberufe kennen lernen ) und der Erweiterung des Berufswahlspektrums dienen. In den fünften und sechsten Klassen wurde 2006 ein Projekttag mit dem Thema " Typisch Junge Typisch Mädchen" durchgeführt. In den höheren Klassen wird ab 2007 die geschlechtsspezifische Berufswahl mit den Schülern, die in der Schule verbleiben, thematisiert. Alle Veranstaltungen - ob in Betrieben oder in Schulen - sollen für Mädchen und Jungen getrennte Angebote vorsehen.
"Schüler helfen leben"
Der Soziale Tag basiert auf der Grundidee eines freiwilligen sozialen Engagements von Schülern zu Gunsten benachteiligter und hilfebedürftiger Kinder in Entwicklungsländern.
Hierfür bekommen Freiwillige einen Tag schulfrei, an welchem sie sich für andere Kinder- und Jugendliche engagieren. Gleichzeitig bekommen sie durch dieses Projekt schon früh einen Einblick in die Arbeitswelt und auch die Eigeninitiative und Selbstständigkeit wird dadurch gefördert.
Doch anders als bei einem Schülerpraktikum werden die Kinder und Jugendlichen für ihre Arbeit mit einem kleinen oder größeren Geldbetrag belohnt. Schüler spenden ihren Erlös zugunsten Kinder und Jugendprojekten von Aktion Tagwerk e.V. Das Tagwerk kann dabei als Schnupperpraktikum angesehen werden. Jobs können z.B. sein: das Verkaufen von Brötchen beim Bäcker im Ort, den Fahrradreifen im Fahrradgeschäft reparieren, Akten sortieren im Büro des Vaters oder als Fußballtrainer im Sportverein aushelfen.
Betriebserkundungen
Von der 7. bis zur 10. Klasse werden Betriebsbesichtigungen und -erkundungen durchgeführt.
Die FBK AWT knüpft dafür im Vorfeld Kontakte mit in Frage kommenden Betrieben und differenziert in Betriebe, die
a) den Schülern einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge ermöglichen.
b) den Schülern eine Vielzahl möglicher Arbeitsplätze aufzeigt.
Schülerfirma
Unsere Schülerfirma "ABREHMÖ-AG" ist im letzten Schuljahr von einigen Schülern der 9. Klassen neu gegründet worden. Geplant ist der Aufbau und die Durchführung eines Praxisparcours für die unteren Jahrgänge. Langfristig soll der Praxisparcours auch an anderen Schulen in der Region von unserer Firma angeboten und durchgeführt werden. Unterlagen für erste Module werden vom Regionalnetzwerk Hannover e.V. zur Verfügung gestellt. Das erste Modul "Werkzeuge bestimmen" ist in Arbeit, einige Schüler bemühen sich um Sponsoren für die Materialbeschaffung. Die Schülerfirma arbeitet als AG einmal in der Woche am Nachmittag.
Ein Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen und Schülerfirmen findet im Arbeitskreis "Nachhaltige Schülerfirmen" statt.
Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche
Bewerbungstraining in Klasse 9
Durchgeführt wird das Bewerbungstraining "Jump" von der Firma UP Consulting Unternehmens und Personalberatung. Jump möchte Schülerinnen aller Schulformen rechtzeitig vor Verlassen der Schule ein Instrumentarium zur Bewältigung der anstehenden Bewerbungsschwierigkeiten an die Hand geben. Der Schwerpunkt liegt dabei bei Bewerbungen in klein- und mittelständigen Betrieben.
Bewerbungstraining in Klasse 10
Ein weiteres Bewerbungstraining wird in den zehnten Klassen durch geschulte Mitarbeiter der Volksbank durchgeführt. Hier liegt der Schwerpunkt bei Bewerbungen in größeren Betrieben, Handel und Banken.
Unterstützung beim Bewerben
Einmal in der Woche am Nachmittag haben die Schüler die Möglichkeit im schulischen Computerraum ihre Bewerbung zu schreiben. Dabei stehen ihnen nicht nur Computer, Drucker und Internet zur Verfügung, sondern auch die konkrete Hilfestellung bei Fragen der Formulierung oder der Formatierung durch die Sozialarbeiterin.
BIZ-Besuch
In Klasse 9 informieren sich alle Schüler nach ihrem 2. Praktikum im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Hameln einen Tag lang über von ihnen angestrebte Berufe. Die Schüler bearbeiten einen Fragebogen des BIZ mit gezielten Fragen zu dem gewählten Beruf. Der beantwortete Fragebogen wird in der AW-Note mit berücksichtigt.
Berufsberatung durch das Arbeitsamt
Berufsberater des Arbeitsamtes sind regelmäßig in der Schule um den Schülern eine Möglichkeit zu bieten, das Angebot des Arbeitsamtes in Anspruch zu nehmen und persönlichen Kontakt zu ihrem Berater aufzunehmen.
Info-Veranstaltung zum Thema "Einstellungschancen für Hauptschüler in Bückeburg verbessern"
An einem Abend ( Februar) wird ein Info-Abend für Schüler der 9. und 10. Klassen mit ihren Eltern in der Schule durchgeführt, an dem in Zusammenarbeit und Vorbereitung mit Berufsberatung, Handelskammer, IHK und Landwirtschaftskammer Ausbilder aus Bückeburger Betrieben zu Beratungsgesprächen zur Verfügung stehen.
Ausbildungsbörse
Einmal jährlich besuchen die Schüler der Abschlussklassen die Ausbildungsbörse regionaler Betriebe in Bückeburg. Die Schüler haben dort Gelegenheit, ihre eigenen Fähigkeiten zu testen, Tipps zur Bewerbung zu erhalten und vor allem direkte Kontakte mit Ausbildungsbetrieben zu knüpfen.
Teilnahme am Projekt zur "Senkung der Drop-Out-Quote"
In diesem Schuljahr nehmen 8 Schülerinnen und Schüler der Schule an dem Projekt teil, bei dem Schüler aus 4 Schulen im Schulzentrum Helpsen zusammengefasst werden, um durch spezielle Tests und vielen Praxistagen ihre Berufsfähigkeit zu steigern und die Abschlussquote zu erhöhen.
4.3 Gewaltpräventionskonzept
Beim Auftreten von Gewalt bzw. als Prävention werden folgende Maßnahmen regelmäßig eingesetzt :
- Mediation
- Klassenelternabend
- Einführungswoche für die fünften Klassen
- Soziales Lernen
- "Klasse Klasse"
- Patenschülerprojekt
- Außerschulische Kooperationen
- Zusammenarbeit mit der Polizei
- Coolness-Training
- Buddy-Projekt
Streitschlichtung durch Mediation
Zum Bereich der sekundären Prävention gehört die Streitschlichtung auch Mediation genannt. Unsere Schüler haben die Möglichkeit bei Bedarf eine Streitschlichtung gemeinsam mit der Sozialarbeiterin durchzuführen.
Die Erfahrungen zeigen, dass Mediation eine Methode zur konstruktiven Konfliktbearbeitung ist, die kurzfristig wirksam zur Konfliktlösung eingesetzt werden kann und die langfristig ein positives Element zur Veränderung des Umgangs miteinander, d.h. der Schulkultur sein kann. (Holzapfel 1998)
Auch unsere Erfahrungen zeigen, dass eine Streitschlichtung den weiteren Umgang der beteiligten Schüler sehr positiv beeinflusst. Weitere Eskalationen aufgrund des selben Konfliktes kommen nur sehr selten vor.
Klassenelternabende
Wird festgestellt, dass es in einer Klasse gravierende Probleme im Bereich Mobbing, Fehlverhalten einiger Schüler oder Gewalt gibt, wird ein Elternabend zu diesem Thema durchgeführt. Alle Eltern und Schüler der betreffenden Klasse werden eingeladen , offen über die Probleme in der Klasse zu sprechen. Diese Elternabende werden erfahrungsgemäß gut besucht, sicherlich auch deshalb, weil nicht nur der Lehrer sondern oft auch die Schulleiterin anwesend ist. Es werden konkrete Fälle besprochen und gemeinsam die weitere Vorgehensweise geplant.
Eltern, die nicht am Elternabend teilnehmen konnten, werden persönlich von der Schulleiterin oder der Lehrerin / dem Lehrer über den Inhalt des Abends unterrichtet, oft auch während eines Hausbesuches.
Soziales Lernen in den 5.Klassen
( Unter anderem nach den Methoden des Lions Quest Programms)
Das "Soziale Lernen" ist eine Maßnahme, um Schüler in ihrer Persönlichkeits-entwicklung zu unterstützen. Dabei wird ein gruppendynamischer Prozess angestrebt, der die Beziehungen in der Klasse fördern und die Selbst- und Sozialkompetenz der Schüler stärken soll.
Soziales Lernen bietet Lernanlässe, die es ermöglichen:
- voneinander zu lernen: eigene Fähigkeiten zu erkennen und Fähigkeiten der anderen zu akzeptieren und zu nutzen.
- übereinander zu lernen: sich kennen zu lernen, um die Angst voreinander zu verlieren und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen
- miteinander zu lernen: Teamarbeit auf der Grundlage demokratischer Prinzipien zu praktizieren.
Soziales Trainingsprojekt in den 8. Klassen (klasse Klasse)
Das Konzept des "klasse Klasse"- Projektes basiert auf der Grundannahme, dass Konflikte als etwas Positives zu betrachten sind. Sie sind ein wichtiges Signal, dass etwas nicht stimmt und verändert werden muss. Konflikte bieten eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen. Die entscheidende Frage ist, wie Konflikte zur Kenntnis genommen und bearbeitet werden. Nicht der Konflikt an sich ist das Problem, sondern die Art und Weise, wie damit umgegangen wird.
Im Projekt erproben und lernen die SchülerInnen:
- die Wahrnehmung eigener und fremder Emotionen und Bedürfnisse
- die Fähigkeit, sich auf die wahren und wirklichen Streitgründe zu konzentrieren
- die Fähigkeit, einfallsreich und kreativ und Gewaltfrei zu streiten
- Techniken der positiven Rückmeldung
Zusammenarbeit mit dem örtlichen Netzwerk "Pro Kids"
In Bückeburg ist ein Netzwerk im Aufbau, dass sich zum Ziel gesetzt hat einen Präventionsrat zu gründen. Die Graf-Wilhelm-Schule beteiligt sich an diesem Vorhaben ebenfalls. In den letzten drei Jahren haben schon einige Veranstaltungen zu verschiedenen Themen stattgefunden, bei der eine hohe Beteiligung durch Bürger aus verschiedenen Institutionen effektiv zusammen gearbeitet haben. Zur Zeit wird eine Auftaktveranstaltung vorbereitet, die das Ziel hat, ein lokales Bündnis für Familien in Bückeburg zu installieren.
Zusammenarbeit mit der Polizei
Schon vor dem Erlass zur Zusammenarbeit von Schule Polizei und Justiz hat die Polizei eine Patenschaft für unsere Schule übernommen. Die Schüler konnten durch einen Briefkasten mit der Polizei in Verbindung treten und um Hilfe bitten. Die Polizei kommt seitdem regelmäßig in die Schule, um sich um die anfallenden Schwierigkeiten zu kümmern. Diese Besuche werden aber nicht nur von den Schülern genutzt um mit der Polizei in Kontakt zu treten, sondern auch von Lehrern. Im Laufe der Zeit hat sich so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt, bei der es nicht nur um die Aufarbeitung aktueller Problemlagen geht, sondern vor allem auch präventiv gearbeitet wird. Die Staatsanwaltschaft beteiligt sich aus Zeitgründen nicht an dieser Zusammenarbeit.
Coolness-Training
Zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 stellte sich heraus, dass es in unserer Schule eine kleine Gruppe von Schülern gab, deren Gewaltverhalten besonderer schulischer Maßnahmen bedurfte. Wir haben uns mit dem Verein " Die Gruppe Jugendhilfe" in Verbindung gesetzt, deren Arbeitsschwerpunkt Anti-Gewalt -Seminare für auffällige Jugendliche ist. Die Gruppe erklärte sich bereit, mit einer Gruppe von zehn Schülern ein Anti-Gewalt - Seminar über zehn mal drei Unterrichtsstunden durchzuführen.
Die Mitarbeiter, die den Kurs geleitet haben, brachen nach dem dritten Treffen das Seminar ab, da sie erhebliche disziplinarische Schwierigkeiten hatten. Schüler, Lehrer und Eltern waren sehr enttäuscht über das vorzeitige Ende des Seminars.
Buddy Projekt
Unsere Schule hat sich für die Teilnahme am Buddy Projekt beworben und Anfang Mai 2006 eine Zusage erhalten.
Das Buddy-Projekt wendet sich an Kinder und Jugendliche und natürlich an Lehrer und Schulsozialarbeiter. Es sollen konkrete Unterstützung für den Umgang mit sozialen Problemsituationen in der Schule, insbesondere für den Umgang mit schwierigen Schülern geboten werden.
Das Buddy-Projekt greift den spezifischen Beratungsbedarf vieler Schulen auf Basis eines systemischen Ansatzes auf und eruiert, welche Projekte es in den Bereichen Intervention und Prävention bereits gibt bzw. welche Ressourcen zur Verfügung stehen.
An den ganz individuellen Bedürfnissen der Schulen und Institutionen ausgerichtet, werden ein Systemdesign und ein Projektplan erstellt, mit dessen Hilfe die Pädagogen ihr Buddy-Praxisprojekt vor Ort umsetzen können. Nachhaltig betreut werden sie dabei durch die danach regelmäßig stattfindenden Vertiefungs- und Praxistage. Der erste Praxistag findet in diesem Schuljahr in Form eines Projekttages für die Klassen 5,6,+9 statt.
4.4 Förderkonzept
Das bisherige Förderkonzept der Schule besteht aus folgenden Schwerpunkten:
- Arbeitstechniken und Methodentraining
- Konzentrationsübungen
- Konfliktbewältigungstraining (Schlichten von Konflikten, Lösen von Problemen)
- Lesekompetenz
Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 wird das Förderkonzept dahingehend modifiziert, dass 20 der zur Verfügung stehenden Förderstunden (in diesem Schuljahr voraussichtlich 27 Stunden) dafür verwendet werden, die sozialen Kompetenzen auffällig werdender Schüler und Schülerinnen zu stärken. Gleichzeitig sollen die anderen Schüler und Schülerinnen in einer möglichst störungsfreien und entspannten Atmosphäre arbeiten und lernen können.
Zu diesem Zweck wird ein so genannter Trainingsraum eingerichtet (s. 3.17)
Um auch den vorhandenen Schwächen vor allen Dingen im Schreiben und Lesen für das Fach Deutsch und in den Grundrechenarten für das Fach Mathematik entgegenzuwirken, soll in verstärkter Form in der Eingangsstufe unserer Schulform (Klasse 5 und 6) in Form der Binnendifferenzierung gearbeitet werden.
Vorgehensweise für das Fach Deutsch
Mit Hilfe des "Lernservers zur interaktiven Förderdiagnostik" der Uni Münster, wird in Klasse 5 und 6 für jeden Schüler und jede Schülerin eine umfassende Diagnose von Stärken und Schwächen in der Rechtschreibung und ein sich daraus ergebendes individuelles Leistungsprofil erstellt. Darauf aufbauend wird ein differenzierter Förderplan mit passgenauen Fördermaterialien eingesetzt.
Die Finanzierung der Diagnosebögen und Arbeitsmaterialien erfolgt durch Sponsoren und die Eltern.
Die Lesekompetenz wird im aktuellen Deutschbuch "Doppelklick" von Klasse 5-10 vor allen Dingen durch den "Textknacker" gefördert.
Vorgehensweise für das Fach Mathematik
In Mathematik soll ein eigener Diagnosetest für Klasse 5 entwickelt werden. Auch momentan wird schon mit differenzierten Materialien gearbeitet.
Einzelförderunterricht
Lediglich 7 Stunden der zur Verfügung stehenden Stunden sollen für die gezielte Förderung einzelner Schüler verwendet werden, die Probleme als Migranten haben oder spezielle Förderung benötigen.
4.5 Beratungskonzept (Überarbeitung Jan 2008)
4.5.1 Wer berät an der Grawi?
Beratung ist Aufgabe aller Lehrer und es wird in unserer Schule jeden Tag beraten: Wir informieren über verschiedene Möglichkeiten, geben Entscheidungshilfen, sprechen Schüler und deren Eltern bei Lern- oder Verhaltensproblemen an.
Darüber hinaus gibt es eine Beratungslehrerin sowie eine Sozialpädagogin. Ihre Aufgaben bestehen darin, Beratungsprozesse in der Schule zu unterstützen und zu intensivieren.
Wer hat welche beratende Funktion?
Klassenlehrer berät
Schüler
- bei der schulischen Leistungsentwicklung
- bei Verhaltensauffälligkeiten
- bei privaten Problemen
- bei der Berufsorientierung
Eltern
- bei speziellen Problemen und Erziehungsproblemen
- beim Elternsprechtag
Fachlehrer berät
Schüler
- bei der fachlichen Leistungsentwicklung
Eltern
- bei speziellen fachlichen Fragen
Kollegen
- bei speziellen fachlichen Fragen
Fachbereichsleiter Arbeit-Wirtschaft berät
Schüler
- in Fragestellungen zum Praktikum
Lehrer
- bei der Planung der Schulbetriebspraktika und Betriebsbesichtigungen
- bei fachlichen Belangen
Berufsberater berät
SV-Beratungslehrer berät
Schüler
- bei der Planung, Organisation und Durchführung der SV-Tätigkeiten
Mitarbeiter des Jugendamts berät (einmal im Monat in der Schule)
Schüler
Lehrer
- bei speziellen Problemen in der Familie oder bei Verhaltensauffälligkeiten
Schulleitung berät
Schüler
- bei speziellen Verhaltens- und Lernproblemen
Eltern
- bei der Entscheidung für die richtige Schullaufbahn
- bei Erziehungsproblemen
Kollegen
- bei Schwierigkeiten mit Schülern
Die Aufzählung der Personen gibt keine Reihenfolge vor, wann man von wem beraten werden kann.
Die Beratungslehrerin und die Sozialpädagogin verstehen sich als Teil dieses umfassenden und tragfähigen Beratungsnetzwerkes für Ratsuchende in der Schule. Das Beratungsangebot der BL und der Soz-Päd ist nicht als Konkurrenzangebot zu verstehen. Es dient der professionalisierten Ergänzungen der von den übrigen Teilen des Beratungsnetzwerkes geleisteten Beratung für Schüler und Eltern und der Entlastung der hier involvierten Lehrer.
4.5.2 Umsetzung der Beratungsarbeit
Die Umsetzung erfolgt durch:
- Einzelgespräche/Beratung
- pädagogische Konferenzen
- Elternabende
- spezielle Termine z. B. Ausbildungsbörse
- Elternsprechtage
- gegenseitige Hospitationen
4.5.3 Wann und wo wird beraten?
Beraten wird je nach Bedarf mit individuellen Terminen, die mit den jeweiligen Personen vereinbart werden. Für diese Gespräche steht ein kleines Elternsprechzimmer im Verwaltungstrakt der Schule zur Verfügung.
Für die Beratungstätigkeit der BL und der Soz-Päd stehen jeweils ein Raum zur Verfügung, der für diese Zwecke eingerichtet wurde. Beide bieten individuelle Beratungszeiten an, während und auch außerhalb der Unterrichtszeiten nach Vereinbarung. Bei Beratung innerhalb der Schulzeit melden sich die Schüler bei der jeweiligen Lehrkraft ab. Diese werden gebeten den Besuch zu ermöglichen, wenn keine dringenden unterrichtlichen Gründe entgegenstehen und den Beratungsvorgang vertraulich zu behandeln.
4.5.4 Beratungsgrundsätze und -ziele
Die Beratung durch die Beratungslehrerin und Sozialpädagogin (Beratungsteam)
- ist grundsätzlich freiwillig. Der Ratsuchende entscheidet selbst, ob und bei wem er eine Beratung wünscht. Der Berater entscheidet selbst, ob er einen Beratungsauftrag annehmen kann oder den Ratsuchenden weitervermitteln muss. Der Ratsuchende kann wie der Beratende die Beratung jederzeit abbrechen.
- bietet Hilfe zur Selbsthilfe durch Stärkung der Selbstreflexionsfähigkeit und Problemlösungskompetenz des Ratsuchenden in einem von Einfühlungsvermögen (Empathie), Bestätigung und Anregung geprägten Rahmen.
- bezieht das gesamte Umfeld des Ratsuchenden in den Beratungsprozess ein (systemische Beratung). Ihr Ziel ist das gemeinsame Finden einer einvernehmlichen Problemlösung (lösungsorientierter Ansatz).
- bietet eine erweiterte psychologische Beratungskompetenz zugunsten aller am Erziehungsprozess beteiligten Personen unter Zusicherung absoluter Vertrautheit und unter Einsatz der für die Beratung individuellen notwendigen Zeit an.
- hat das Ziel direkt oder indirekt Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, kritische Reflexion und Kommunikationsfähigkeit zu fördern. Sie ist abhängig von einem vertrauensvoll-offenen und respektvoll-toleranten Umgang und somit Gestaltungselement einer "menschlichen Schule". Das Trainingsraumkonzept ist ebenso ein Teil dessen.
4.5.5 Worauf bezieht sich die Beratung?
Die Beratung durch das Beratungsteam
- versteht sich als Beratung von einzelnen Schülern, Klassen, Lerngruppen, Erziehungsberechtigten und interessierten Kollegen über präventive und fördernde Maßnahmen beispielsweise im Hinblick auf die Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen (Lernschwierigkeiten, Konzentrationsschwierigkeiten, Motivationsproblemen, Disziplinarschwierigkeiten, Beziehungsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, etc.) und die Förderung besonderer Begabungen sowie über die Bewältigung von darin begründeten Konflikten innerhalb und außerhalb von Schule.
- versteht sich als Beratung von Schülerinnen, Schülern, Erziehungsberechtigten und interessierten Kollegen über die Vorbereitung und Unterstützung schulischer Maßnahmen zur Förderung von Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler.
- schließt die Moderation schwieriger Gespräche ein.
- ermöglicht Täter-Opferausgleich durch Mediation.
- dient der Unterstützung interessierter Kollegen bei der Entwicklung bzw. Vertiefung eigener Beratungskompetenz.
- widmet sich dem Herstellen von Kontakten zu außerschulischen (Fachberatungs-) Einrichtungen.
4.5.6 Weitere Bereiche der Beratungsarbeit durch das Beratungsteam
Das Beratungsteam nimmt zahlreiche Aufgaben im Bereich des Schullebens wahr, als da sind:
- Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischem Dienst, der Jugendpflege, der Erziehungs- und Beratungsstellen in Bückeburg und Umgebung, des Jugendamtes und der Polizei.
- Organisation von jahrgangsübergreifenden Themenelternabenden in Zusammenarbeit mit Lehrern.
- Zusammenarbeit mit anderen Schulsozialpädagogen und Beratungslehrern in Einzelfällen und themenbezogenen Projekten.
- Teilnahme am Buddy-Proiekt
- Durchführung von Arbeitsgemeinschaften
4.5.7 Was Beratung nicht leisten kann
Das Beratungsteam übernimmt
- keine Therapie. Es benennt Fachberatungsstellen bzw. begleitet die Ratsuchenden auf Wunsch zu diesen Institutionen.
- nicht die Aufgaben der Klassenlehrer, Fachlehrer oder des SV-Lehrers, sondern ergänzt und entlastet sie auf Anfrage und, wenn sinnvoll, in den oben genannten Problemkreisen.
4.6 Fortbildungskonzept
Bestandsaufnahme
- Wo sind die Probleme an unserer Schule, deren Lösung durch eine Fortbildung erreicht werden könnten ?
- Handlungsfelder ( im methodischen, fachlichen, pädagogischen oder Management - Bereich )
- Personen, die den Bedarf ermitteln
- Fragebogen ( als Methode den Bedarf zu ermitteln )
- Teilkonferenzen
- Einbeziehen von Personalrat, Schulelternrat, Schülervertretung
- Absichern über Gesamtkonferenzen
Ziele
Fortbildung dient der Entwicklung der eigenen Schule.
- Jede/r Kollege/in nimmt an Fortbildung teil.
- Jede/r Kollege/in berichtet in der GK über die Fortbildung.
- Jede/r Kollege/in wendet das Gelernte in seiner Schule an.
- Die Umsetzung erfolgt in Teams.
- Qualitätssicherung durch Terminkalender, in dem alle Abwesenheitszeiten von Kollegen sichtbar gemacht werden ( Gewährleistung des Unterrichts).
- Information über angebotene Fortbildungen per Aushang
Schwerpunkte
Zur Zeit besuchen Kolleginnen und Kollegen überwiegend Fortbildungen zu den Themen :
- Gewaltprävention und Umgang mit schwierigen Schülern
- Suchtprävention
- Schülerfirmen (nachhaltige Schulentwicklung)
- Methodentraining nach Klippert
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